Der römische Abakus

Replikat aus Bronze. Abmessungen: 125 mm breit, 80 mm hoch.
 
#ab96

1.000.000
100.000
10.000
1.000
100
10
1
Unzen
Unzen- 
Bruchteile

1/2 Unze 

 

1/4 Unze 

 

1/3 Unze

Von der linken Seite aus betrachtet, steht jeder der sieben Schlitze für eine Zehnerpotenz. Die Zahlenwerte 1 bis 4 werden im unteren Teil der Schlitze dargestellt, indem die notwendige Anzahl der Knöpfe nach oben geschoben wird. Der Knopf im oberen Teil der Schlitze hat den fünffachen Wert der Knöpfe im unteren Teil. Damit lässt sich in jeder Zehnerpotenz-Reihe der Wert 9 darstellen (vier Knöpfe von unten und der "Fünfer-Knopf" von oben). Mit den Knöpfen in den beiden rechten Schlitzen werden Bruchteile der Währungseinheit "As" dargestellt. Der As wurde wiederum in zwölf gleiche Teile "Unzen" unterteilt. Weiterführende Erläuterungen sind zu finden bei Georges Ifrah, S. 142 - 144 und bei Karl Menninger, S. 226 - 228. Das Prinzip der Fünferbündelung finden wir bei den asiatischen Abakus-Typen wieder. Ob aber der römische Abakus der direkte Vorgänger des asiatischen Abakus-Typs ist, so wie wir ihn heute noch in Ostasien (China, Japan, Korea) vorfinden, ist nicht sicher. Chinesische und japanische Historiker weisen auch auf Anzeichen hin, wonach der Abakus etwa zur gleichen Zeit unabhängig voneinander im Osten (Indien, China) wie auch im Westen entwickelt worden ist (siehe Kojima 1963). Leider führen diesbezügliche Literaturstudien nicht zu eindeutigen Ergebnissen.


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